Kaum Geld und trübe Aussichten Kinderarmut in Deutschland
Am Härtesten trifft es die Kinder, wenn zu Hause das Geld knapp wird. Nicht selten müssen sie mit dem auskommen, was ihre Eltern übrig lassen. Dass Schulpflichtige ohne Verpflegung zum Unterricht erscheinen, ist längst keine Seltenheit mehr. Im schleswig-holsteinischen Neumünster verpflegt Christian Arpe in ihrer Kindertafel täglich 25 hungrige Mäuler.
Gerade zu Weihnachten zeigt sich die Geldklemme von ihrer besonders harten Seite. Bei der Bescherung gehen viele Kinder wegen elterlicher Mittellosigkeit leer aus. Bei Hamburgs Projekt "Kinder-Insel" hilft Thomas Brueggemann Bedürftigen mit gesponserten und gespendeten Fahrrädern. Schließlich sieht der Hartz-IV-Regelsatz gerade mal 44 Cent pro Monat für die Anschaffung eines Rades vor. Wer keins hat, wird schnell zum Außenseiter.
Allein in Berlin wachsen 177.000 Kinder und Jugendliche in Hartz-IV-Haushalten auf. Viel Arbeit für das Projekt "Arche" von Pastor Bernd Siggelkow. Täglich versorgen er und seine Mitarbeiter 4060 Kinder mit dem Nötigsten: Freizeitangebote, Hausaufgabenhilfe und eine warme Mahlzeit.
SPIEGEL TV Extra begleitet Kinder aus prekären Lebensverhältnissen, deren Leben von der Arbeitslosigkeit der Eltern, Perspektivlosigkeit und sozialer Ausgrenzung geprägt ist.