"Da geht was!": Discofieber in der Provinz - DER SPIEGEL
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"Da geht was!" Discofieber in der Provinz

Jedes Wochenende pilgern Tausende feierwütige Jugendliche und Junggebliebene in die thüringische Provinz. Sie nehmen kilometerlange Anfahrtswege in Kauf um in ihrem Partymekka, der Eisenacher Großraumdisco MAD, ausgelassen zu feiern.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Besonders die “Triple-Decker-Partys” mit dem Motto: “Einmal zahlen, dreimal trinken!” sind gut besucht und helfen den oft tristen Alltag zu vergessen. Für die Macher und die Mitarbeiter bedeuten die Veranstaltungen vor allem viel Arbeit: Während der Woche müssen im Umkreis von 90 Kilometern allein 70.000 Flyer verteilt werden.

Am Wochenende sorgen mehr als 90 Angestellte an insgesamt elf Tresen und um vier Dance-Floors herum dafür, dass der Laden läuft. Logistisch ist der Partytempel, der 4.000 Gästen Platz bietet, für seine Betreiber auch nach Jahren noch eine Herausforderung. Die Speicherung aller Daten, vom Lieblingsgetränk bis zum Tagesumsatz jedes einzelnen Gastes durch spezielle Computerprogramme, sind Routine. In der Kundendatei sind 13.000 Mitglieder verzeichnet.

Ein Dutzend erfahrener Sicherheitsleute sorgt an den Ein- und Ausgängen, den neuralgischen Punkten der Großraumdisco, für einen reibungslosen Ablauf. Potentielle Störenfriede, Drogenkonsumenten oder Betrunkene werden aus dem Gewühl gefischt und vor die Tür gesetzt. Dennoch kommt es bei den wöchentlichen Partys immer wieder zu Schlägereien. Deshalb arbeiten die Partyveranstalter seit Jahren eng mit der örtlichen Polizei zusammen.

SPIEGEL TV Extra begleitet treue Stammgäste, strenge Türsteher und nervenstarke GoGo-Girls in einer Eisenacher Großraumdisco.