SPIEGEL Geschichte: Die Synagoge von Kitzingen - DER SPIEGEL
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Spurensuche Die Synagoge von Kitzingen

Die ehemalige Synagoge der nordbayerischen Stadt Kitzingen ist eines der wenigen jüdischen Gotteshäuser, das nach dem Krieg nahezu im Originalzustand wieder aufgebaut wurde. Doch eine jüdische Gemeinde gibt es hier heute nicht mehr.
Kitzingen: Die alte Synagoge bei der Einweihung 1883
Kitzingen: Die alte Synagoge bei der Einweihung 1883

Kitzingen: Die alte Synagoge bei der Einweihung 1883

Foto: Stadtarchiv Kitzingen
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In der Nacht auf den 10. November 1938 setzten die Nazis die Synagoge in Brand. Knapp vier Jahre später werden die letzten Kitzinger Juden gen Osten deportiert. Die meisten fallen dem Holocaust zum Opfer.

Nur wenige kehren nach dem Krieg noch einmal in ihre Heimatstadt zurück. Doch einige engagierte Kitzinger haben das Schicksal ihrer einstigen Mitbürger nicht vergessen.

SPIEGEL Geschichte hat sie besucht und sich vor Ort mit ihnen auf die Spuren des jüdischen Lebens der Stadt gemacht. Im Gespräch mit einem der jüdischen Überlebenden wird das ganze Ausmaß des Nazi-Terrors deutlich. Die Recherchen führen Autorin Julia Driesen auch ins Staatsarchiv Würzburg, wo sich anhand der erhaltenen Gestapo-Akten einzelne persönliche Schicksale nachzeichnen lassen - denn hinter jedem Opfer verbirgt sich ein Mensch.