Im Container um die Welt: Auf den Routen deutscher Reeder - DER SPIEGEL
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Im Container um die Welt Auf den Routen deutscher Reeder

Millionen Container werden rund um die Uhr kreuz und quer über die Meere verschifft. Die Fracht reicht dabei von Südfrüchten und Fleisch bis hin zu Textilien und Wanduhren.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Was in Südamerika oder China im standardisierten 20 oder 40 Fuß Behältnis an Bord geht, wird schließlich in Hamburg gelöscht. Im Geschäft auf hoher See spielen deutsche Reeder eine große Rolle. So gehören die Kühlcontainerriesen der "Hamburg-Süd" zu den größten der Welt. Vier Generatoren an Bord sorgen unter anderem dafür, dass die vorgeschriebene Transporttemperatur für argentinisches Roastbeef ebenso eingehalten wird wie jene von Mangos oder Chemikalien.

Deutsche Schiffsmechaniker und Kapitäne sind schon heute Mangelware. Die Bremer Reederei "Beluga" bildet den Nachwuchs aus. Sechs speziell umgebaute Schiffe verfügen über ein extra Deck mit Kabinen, Schulungsraum und Bibliothek für die Kadetten - ein schwimmendes Klassenzimmer.

Hergestellt und repariert werden die Containerriesen u. a. bei der Hamburger Werft Blohm & Voss. Die weltberühmten Schwimmdocks 10 und 11 gehören, wie das Klingeln ihrer meterhohen Kräne, zur Stadtkulisse. Doch die hanseatischen Schiffbauer sind in schwerer See. Die Asia-Konkurrenz mit Automatisierungstechniken und Dumpingpreisen beherrscht inzwischen mehr als 70 Prozent des Weltmarktes. Durch Spezialisierung und Fusionen versucht die Werft ihre Auftragslage zu verbessern.