Filmarchiv über das Grauen des Krieges: Welche Farbe hat der Krieg? - DER SPIEGEL
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Filmarchiv über das Grauen des Krieges Welche Farbe hat der Krieg?

Als 1945 die Alliierten das nationalsozialistische Deutschland besiegten und besetzten, waren amerikanische, englische, französische und russische Kameramänner dabei und haben die Ereignisse dokumentiert. Die Bilder gingen um die Welt, manche sind zu Ikonen der Geschichte geworden.
Die ausgebrannte Treppenhalle des Neuen Museums in Berlin im November 1943
Die ausgebrannte Treppenhalle des Neuen Museums in Berlin im November 1943

Die ausgebrannte Treppenhalle des Neuen Museums in Berlin im November 1943

Foto: ddp
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Weniger bekannt ist, dass die US-Luftwaffe im März 1945 einen Alleingang unternahm. Sie schickte Spezialkameras, besonderes Filmmaterial und über ein Dutzend Kameramänner an die Front und in die Ruinen des besiegten Landes. 1972 übergab das Archiv der US-Luftwaffe eine Sammlung von über 260 Rollen 16mm Film an das Nationalarchiv in Washington unter der Bezeichnung "Special Film Projekt 186".

Hinter dieser Nummer verbergen sich etwa 60 Stunden sensationelle Farbaufnahmen, gedreht zwischen März und Juli 1945 in Deutschland. Die Filmrollen nennen die Namen der Chronisten, darunter die Kameramänner Carter, Stindt, Mack, Kelley, Haglund und King. Sie haben das Grauen des Krieges, die Barbarei des Dritten Reiches, die Hoffnungslosigkeit der Besiegten und den Jubel der Sieger dokumentiert.

SPIEGEL TV Autor Michael Kloft hat die gesamte Sammlung gesichtet und neu ausgewertet.

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