See in Not Der Kampf um die Weltmeere
Heringssaison auf Rügen: Die Heringsfangmenge in der Ostsee ist von der EU für 2011 um 30 Prozent gekürzt worden
Foto: Stefan Sauer/ dpaDie Küstengewässer leiden unter Verschmutzung durch Abwässer und landwirtschaftliche Sickerstoffe. 25 Prozent aller tropischen Riffe - Nahrungsgrundlage von Millionen von Menschen - sind in den vergangenen Jahren unwiederbringlich verloren gegangen.
Höchste Zeit, unseren Umgang mit den Ozeanen zu überdenken! Nachhaltige Fischerei ist dabei Voraussetzung. Erste Versuche wie die Alaska-Seelachs-Fischerei zeigen ermutigende Resultate. Noch ungenutzt sind riesige Ressourcen wie der antarktische Krill. Weltweit werden Aquakulturen zur Zucht von Lachsen und Shrimps aufgebaut, um den wachsenden Hunger der Menschheit zu stillen. Aber Experten warnen, dass das unkontrollierte Wachstum ähnlich katastrophale Folgen für die Ozeane haben könnte wie einst der Ackerbau für die Prärien Nordamerikas.
"See in Not" nimmt den Zuschauer mit zu den Schauplätzen des Geschehens, vom Fabrikschiff, das im Beringmeer nach Alaska-Seelachs fischt, bis zum kleinen Boot vor der Küste Cornwalls, von dem aus mit der Handleine Makrelen gefangen werden. Gedreht wurde auf Tokios pittoreskem Tsukiji-Fischmarkt, auf Shrimpfarmen in Thailand und bei den Tschuktschen in Sibirien, die wie in den alten Tagen Wale jagen. Zu Wort kommen internationale Experten wie Paul Dayton von der Scripps Institution der Universität San Diego oder Gerd Hubold vom Hamburger Forschungsinstitut für Fischerei neben Vertretern der Fischereiindustrie und den Fischern selbst.