Nachtasyl: Hamburgs "Pik As" - DER SPIEGEL
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Nachtasyl Hamburgs "Pik As"

Auf Hamburgs Straßen leben nach Schätzungen der Sozialbehörde mehr als 1280 Wohnungslose - die Dunkelziffer ist etwa viermal so hoch. Im "Pik As", der größten Obdachlosenherberge der Stadt, finden Menschen ohne Bleibe vorübergehend Zuflucht.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Vor 90 Jahren gegründet, ist das "Pik As" auch Deutschlands älteste Anlaufstelle für unfreiwillig Wohnungslose und überzeugte Verweigerer jeder Art von Sesshaftigkeit. Mit geringer Personalstärke und knappen Mitteln versucht man hier, sozial Gestrauchelten eine menschenwürdige Übernachtungsmöglichkeit zu bieten, mitten in einer der reichsten Städte Europas.

In dem vierstöckigen Backsteinbau in Hamburgs Neustadt leben Gestrandte jeder Art und mit den unterschiedlichsten Problemen: Obdachlose und Drogensüchtige, psychisch Kranke und Alkoholiker. Bis zu 250 Menschen verteilen sich hier auf 62 spärlich eingerichtete Räume. Nur die wenigsten Besucher bleiben länger als ein, zwei Nächte - nach etwas Ruhe und einem Plausch im Fernsehraum des "Piko" ziehen sie unverdrossen weiter.