Recherche im Netz: Opfer spürt Vergewaltiger mit Suchmaschine auf - DER SPIEGEL
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Recherche im Netz Opfer spürt Vergewaltiger mit Suchmaschine auf

Interpol suchte ihn seit langem - erfolglos. Sieben Jahre nach ihrer Vergewaltigung tippte eine 19-jährige Österreicherin den Namen ihres Peinigers kurzerhand in eine Suchmaschine. Und siehe da: Der Gesuchte entpuppte sich als Direktor eines Erlebnishotels im Sauerland.
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Auf die Idee waren die Ermittler wohl nicht gekommen: Namen eintippen und - go. Die junge Frau verständigte nach erfolgreicher Suche die österreichischen Behörden, die sich wiederum an die deutschen Kollegen wandten. Der Mann wurde festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt.

Der Hoteldirektor hatte die junge Frau im Alter von damals zwölf Jahren in dem österreichischen Ort Heiligenblut vergewaltigt. Nach einem Bericht der "Kleinen Zeitung" aus Österreich war der Mann nach seiner Verurteilung vor zwei Jahren in Klagenfurt zunächst in Berufung gegangen. Danach war er spurlos verschwunden. Weder Interpol noch anderen Ermittlungsbehörden war es gelungen, ihn zu finden. Auch den deutschen Meldebehörden war nicht aufgefallen, dass der verurteilte Kinderschänder per internationalem Haftbefehl gesucht wurde.