Frauenhandel Das schmutzige Geschäft mit osteuropäischen Mädchen
Der Handel mit jungen Frauen aus Osteuropa ist zu einem gigantischen Geschäft geworden. Die Profite der Zuhälter und Menschenschleuser sollen in den vergangenen zehn Jahren um 400 Prozent gestiegen sein. Die Frauen werden als Ware angesehen und deswegen brutal und rücksichtslos behandelt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Im Fall Friedman soll es eine ukrainisch-polnische Mädchenhändlerbande gewesen sein, die den Politiker mit Frauen und versorgte. Einer der Zuhälter, die mittlerweile in Untersuchungshaft sitzen, stammt aus einer Kleinstadt in der Ukraine.
Die Opfer der Schleuserbanden haben kaum Chancen, sich zur Wehr zu setzen. Auch wenn viele der Mädchen mittlerweile wissen, dass sie nicht als Kellnerinnen oder Kindermädchen nach Deutschland kommen, so ahnen doch die wenigsten, wie brutal und rücksichtslos mit ihnen umgegangen wird. Nur wenige trauen sich, gegen ihre Peiniger auszusagen. Zu groß ist die Angst vor Rache und Repressalien.