Chronik Der Untergang der "Kursk"
12. August 2000:
Bei einem der größten Manöver der russischen Nordmeerflotte in der Barentssee sinkt die "Kursk" mit 118 Mann Besatzung auf 108 Meter Tiefe. Norwegische Seismologen hatten gegen 9.30 Uhr zwei Explosionen nahe des Unglücksortes registriert.
14. August 2000: Die russische Marine bestätigt den Untergang und beginnt mit eigenen Tauchexpeditionen zum Wrack. Angeblich empfangene Klopfsignale aus dem Innern des Bootes sind bereits am Vortag verstummt.
16. August 2000: Nach tagelangem Zögern nimmt Russland die Hilfsangebote des Westens an.
19. August 2000: Norwegische und britische Retter treffen am Unglücksort ein
21. August 2000: Tieftaucher finden das Wrack in 100 Meter Tiefe vollständig geflutet vor. Der Tod aller Besatzungsmitglieder wird bestätigt.
23. August 2000: Auf der Trauerfeier für die Toten kommt es zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen den verantwortlichen Regierungsvertretern und Hinterbliebenen. Putin verspricht die vollständige Bergung der toten Seeleute.
25. Oktober 2000: Die ersten drei Toten werden geborgen. Der Abschiedsbrief des Offiziers Dimitrij Kolesnikow an seine Frau Olga beweist, dass mindestens 23 Männer zunächst im Heck überlebt hatten.
7. November 2000: Nach der Bergung von insgesamt zwölf Leichen werden die Tauchgänge eingestellt. Die norwegische Tauchplattform "Regalia" wird abgezogen.
18. Mai 2001: Die russische Regierung erteilt der niederländischen Firma Mammoet den Bergungsauftrag, den diese in Zusammenarbeit mit Smit International durchführen wird.
25. Mai 2001: Moskau bestätigt westliche Vermutungen, dass nicht die Kollision mit einem U-Boot der Nato die Unglücksursache war, sondern die Explosion eines Torpedos an Bord als Auslöser der Katastrophe gelten kann.
4. Juli 2001: Bergungs- und Kriegsschiffe laufen zum Auftakt der Bergungsaktion zur Unglücksstelle aus. Das Wrack soll Mitte September mit Stahltrossen angehoben und unter Wasser in ein Dock bei Murmansk geschleppt werden.