Was aus der Hamburger Hundeverordnung wurde Der Kampf mit dem Kampfhund
Ein Hundekontrolldienst patrouilliert seitdem durch Hamburgs Straßen und fängt ein, was wie ein Kampfhund aussieht. Die Tiere werde in eine eigens dafür eingerichtete Hochsicherheitshalle im Hafen gebracht.
Etwa 500 der potenziell lebensgefährdenden Vierbeier haben bislang die Stationen des gewaltigen Verwaltungsapparates durchlaufen. Für siebenundachtzig von ihnen endete die Prozedur mit dem Tod durch die Spritze. Doch viele der in der Halle eingesperrten Kaniden mussten dem Besitzer zurückgegeben werden, weil die Hunderasse häufig nicht eindeutig bestimmt werden kann. Bis heute gibt es keinen genetischen Test, der die Herkunft der Vierbeiner präzise nachweisen könnte. Die Konsequenz: Die städtischen Hundehäscher urteilen zunächst nach dem Aussehen des Tiers.
Dasselbe tun verängstigte Passanten, die beim Anblick frei umherlaufender Mischlinge ohne Maulkorb bisweilen in Panik geraten. Betrachtet man den Verwaltungsaufwand, den eine einzige der mutmaßlichen "Killerbestien" verursacht, verwundern die Zahlen nicht: Rund zweieinhalb Millionen Euro hat die Umsetzung der Hamburger Hundeverordnung bereits verschlungen. Der neue Senat will die Hundehalle und den Kontrolldienst jetzt abschaffen. Die verbliebenen Vierbeiner sollen an Tierheime in ganz Europa vermittelt werden.
SPIEGEL TV war dabei als die Bullterrier-Hündin Gina nach Görlitz gebracht wurde und Kampfhunde den behördlich angeordneten Wesenstest absolvierten.
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