Über die Arbeit eines Insolvenzverwalters: Unter Pleitegeiern - DER SPIEGEL
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Über die Arbeit eines Insolvenzverwalters Unter Pleitegeiern

Seine Arbeit entscheidet über das Schicksal von Firmen und über die Arbeitsplätze all ihrer Arbeiter und Angestellten: Der Insolvenzverwalter. Im Moment der Zahlungsunfähigkeit einer Firma wird er sofort zum uneingeschränkten Herrscher über den Betrieb.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Er muss Wege finden, den Betrieb fortzuführen oder mit der Insolvenzmasse so viel Geld wie möglich zu erlösen. 32.000 Firmen meldeten im letzten Jahr in Deutschland Insolvenz an. Eine Rekordsumme, die - ersten Schätzungen zu Folge - im laufenden Jahr noch um 20 Prozent übertroffen werden könnte. Hinter den Zahlen stecken die Schicksale: Spiegel-TV-Autor Andreas Ammer hat einen Insolvenzverwalter quer durch Deutschland bei seiner Arbeit am verfehlten Aufschwung beobachtet.

Er ist ihm in Betriebsversammlungen gefolgt und konnte beobachten, wie über Zerschlagung oder Fortführung von Firmen entschieden wird. Er hat kleine Firmenliquidationen, riesige Industriebrachen und Zwangsversteigerungen in Ost und West gesehen. Er hat Firmenbosse und Arbeiter beim Kampf ums Überleben ihrer Firmen beobachten können. Den Aufschwung hat er nicht gesehen, aber das Entsetzen in den Blicken der Arbeiter und Angestellten, die plötzlich und unverschuldet vor dem Nichts stehen und nur noch eine Hoffnung haben: dass der Insolvenzverwalter ihre Firma rettet.


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