Wie die Wiener ihre Toten feiern Leben auf dem Zentralfriedhof
Den Rest des Jahres wird einfach nur beerdigt. Über 500 Sargträger, Totengräber, Priester und andere arbeiten täglich in der so genannten Stadt der Toten. Hier sind 3 Millionen Menschen begraben, mehr als Wien Einwohner hat. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen von Särgen und Trauernden, Leichenwägen und Touristen, Sängern und Blumenlieferanten. Bis zu 30 Mal am Tag läuten die Glocken eine Beerdigung ein, immer unter der Obhut der Magistratsabteilung 43.
In Wien hat die Stadt ein Monopol auf den Tod. Von der Abholung bis zum Zuschaufeln des Grabes: das irdische Dasein nach dem Ableben liegt in der Hand von Beamten, die diesen Job oft schon seit Jahrzehnten machen. Die "Bestattung Wien" ist ein voll integriertes Unternehmen, das sogar seine Särge selbst herstellt und vom Armenbegräbnis bis zur Bestattung von Kaiserin Zita alles möglich macht. Es ist nur eine Frage des Preises.
SPIEGEL TV-Autorin Utta Seidenspinner hat die Pietät am Fließband beobachtet.
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Stadt der Toten
Auf dem über zwei Quadratkilometer großen Wiener Zentralfriedhof sind rund 3 Millionen Tote begraben - in zum Teil pompösen Grabdenkmäler. Besonderer Magnet für Einheimische und Touristen sind die mehr als 500 Ehrengräber. Sehen Sie Bilder von einer der größten und kulturhistorisch bedeutendsten Begräbnisstätte Europas. mehr...