Hinter deutschen Hecken: Frontbericht vom Nachbarschaftskrieg - DER SPIEGEL
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Hinter deutschen Hecken Frontbericht vom Nachbarschaftskrieg

Dem einen Nachbarn ist die Hecke zu buschig, dem anderen zu hoch, der dritte fordert die komplette Verpflanzung. Mehr noch als der Maschendrahtzaun heizt trennendes Grünzeug zwischen Grundstücken den Nachbarschaftsstreit an.
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Verschließt eine Partei die Ohren vor den Klagen der anderen, ist die Rache erfahrungsgemäß nicht weit: Falls genügend Federvieh vorhanden ist, kann man dem ungeliebten Nachbarn eine Herde Gänse über den Zierrasen hetzen. Wer keine Angst um seine Stromrechnung hat, sorgt für terrainübergreifenden 1000-Watt-Lichterglanz bis in die späte Nacht.

An Phantasie mangelt es den streitsüchtigen Kämpfern am Gartenzaun nicht. Das Waffenarsenal ist schier unbegrenzt: Da werden mit Pollern Einfahrten versperrt, die Abwasserkanäle des Nachbarn lahm gelegt oder ein Neubau durch immer neue einstweilige Verfügungen blockiert. Selbst richterliche Entscheidungen sorgen nicht unbedingt für ein Ende des Streits.

SPIEGEL-TV-Autor Tillmann Scholl hat sich an die Front begeben und berichtet vom Krieg um Wegerechte, Lärm und Gänsezucht.


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