Sozialhilfedetektive, Teil 1: Mit Prüferinnen unterwegs in Berlin - DER SPIEGEL
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Sozialhilfedetektive, Teil 1 Mit Prüferinnen unterwegs in Berlin

Sie kommen unangemeldet und lassen sich nicht abwimmeln: Die Kontrolleure der Berliner Sozialämter. Wer von ihnen beim Schummeln erwischt wird, braucht auf die Hilfe von Vater Staat nicht mehr zu hoffen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In Berlin leben 270.000 Sozialhilfeempfänger, mehr als irgendwo sonst in Deutschland. 40 Prüferinnen und Prüfer sollen sie kontrollieren, Marina Pomplun und Viola Stellmach sind zwei von ihnen. Jeden Tag gehen sie in ihrem Bezirk Steglitz-Zehlendorf auf "Kundenbesuch" und stehen plötzlich unangemeldet vor der Tür. Die Sozialhilfeempfänger müssen sich dann Fragen nach ihrer Unterwäsche, ihrem Liebesleben und ihren Essgewohnheiten gefallen lassen. Danach wird entschieden, wer etwas bekommt und wer nicht. Der Erfolg der Prüferinnen misst sich an ihren Einsparungen. Jede Sozialleistung, die nicht ausbezahlt wird, hat einen festen Preis in Euro und Cent. Und so summierten sich im vergangenen Jahr im Bezirk Steglitz-Zehlendorf nicht genehmigte Kühlschränke, Fernseher und Matratzen zu stolzen 600.000 Euro.

Solche Zahlen sprechen sich herum, inzwischen gibt es überall in Deutschland Sozialdetektive. SPIEGEL TV-Autorin Utta Seidenspinner war wieder unterwegs mit den Berliner Originalen: Drei neue Folgen mit den Prüferinnen vom Berliner Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf.


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