Extrem-Test Taklamakan, Teil 2: Im Dauerlauf durch Chinas Wüste - DER SPIEGEL
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Extrem-Test Taklamakan, Teil 2 Im Dauerlauf durch Chinas Wüste

Zwei deutsche Extremsportler testen für die aufstrebende, chinesische Touristenindustrie die Taklamakan-Wüste in Chinas nördlicher Provinz Xinjiang auf ihre Tauglichkeit für europäische Abenteurer.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

500 Kilometer rennen Stefan Schlett und Wolfgang Kulow durch das größte zusammenhängende Dünen-Gebiet der Erde - ein Ausläufer der Wüste Gobi, das Land der Uiguren. Die chinesischen Betreuer erhoffen sich von den Deutschen Tipps für ein geplantes Ausdauer-Rennen, das dem legendären Sahara-Marathon Konkurrenz machen soll.

Die erfahrenen Sportler müssen für diese Herausforderung an ihre Grenzen gehen. Der Wechsel von Sandsturm zu Regen, Hitze zu Kälte und die ungewohnte Ernährung stellen ihren Durchhaltewillen immer wieder auf harte Proben. Doch nicht nur das sportliche Erlebnis steht im Vordergrund. Die Begegnungen mit den Menschen dieser Region, in der einst die historische Seidenstraße verlief, verschafft ihnen Einblicke in eine fremde Kultur.



250 Kilometer haben sie schon hinter sich. Vom nördlichen Rand der chinesischen Takla-Makan-Wüste bis zu Ölstadt Tazhong sind die beiden deutschen Ausdauersportler Wolfgang Kulow und Stefan Schlett gelaufen. Nun geht es mit dem Auto entlang der südlichen Seidenstraße über Khotan bis Muoyu durch das Land der Uiguren, Angehörige einer islamischen Minderheit im Reich der Mitte. In Muoyu starten sie erneut in die Wüste. Noch einmal müssen sie 250 Kilometer laufen, bis sie das Ziel im Zentrum des größten zusammenhängenden Dünen-Gebietes der Erde erreicht haben - die alte tibetische Festung Mazartagh. Doch der Kollaps eines Sportler gefährdet das Unternehmen.

Für SPIEGEL TV hat Autor und Kameramann Tillmann Scholl zusammen mit Tonmann Thomas Mayr die beiden Deutschen auf ihrem Abenteuertrip begleitet.




STEFAN SCHLETT UND WOLFGANG KULOW

Und sie laufen und laufen...

Wolfgang Kulow ist 54 Jahre alt. Er machte in den letzten Jahren mit spektakulären Aktionen wie einem Unterwassermarathon von sich reden. Kulow fuhr außerdem mit einem Spezialfahrrad mehr als vier Kilometer am Boden der Ostsee. Ein Triathlon ist für ihn kein Problem, er absolvierte auch doppelte, dreifache, fünffache und 1992 sogar einen zehnfachen Triathlon: 38 Kilometer Schwimmen, 1800 Kilometer Rad fahren und 422 Kilometer laufen.

Der 42-jährige Stefan Schlett begann seine Karriere als Extremsportler im Alter von 20 Jahren. Er hält mehrere Weltrekorde, unter den im Ultramarathon unter der Erde. Er legte die 50 Kilometer lange Strecke in einem Salzbergwerk 700 Meter unter der Erde - die tiefste Laufstrecke der Welt - in 5:31,38 Stunden zurück. Schlett ist der erste Mensch der Welt, der den höchsten (Everest Marathon in Nepal), den niedrigsten (See Genezareth Marathon in Israel und Amman to Dead Sea Ultramarathon in Jordanien), den nördlichsten (Spitzbergen Marathon in Norwegen) und den südlichsten (Antarktis Marathon auf King George Island) Marathon auf der Welt gelaufen ist.

Weitere Informationen zu den beiden Sportlern gibt es auf deren Internetseiten:





CHINESISCHE SEIDENSTRASSE

Das Tor zum Wilden Westen

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