Unterwasserwelten im Hotel Mit dem Fahrstuhl durchs Aquarium
Der "Aquadom" ist damit die Attraktion der 500 Millionen Euro teuren Großbaustelle "Dom Aquarrée" auf dem ehemaligen Gelände des Palasthotels. Der Clou: In der Mitte des künftigen Radisson SAS Hotels kann man die schillernde Unterwasserwelt mit einem Panoramalift befahren.
Das höchste Aquarium der Welt bietet den Fischen in der 11,75 Meter breiten und 14 Meter hohen Acrylglassäule einen Mini-Ozean und umschließt in seinem Kern einen zweistöckigen Fahrstuhl mit einem Kunststoffzylinder. Hierfür haben die Ingenieure der Firma Reynold's aus Colorado in den USA neun gigantische gebogene Acrylglaspaneelen geformt und mit hohem logistischen Aufwand nach Berlin transportiert. Durch ein spezielles geheimes Verfahren haben sie die Stücke ohne Nahtstellen miteinander verklebt. Ein schweres Unterfangen, denn die bis zu 22 Zentimeter dicken Wände der inneren und äußeren Säulen müssen einem Druck von einer Million Liter Salzwasser standhalten.
Der Aquadom ist außerdem an ein Sea Life Center angeschlossen, in dem in über 30 Becken 3000 heimische Süß- und Salzwasserfische wie Hundshaie, Rochen, Rotfedern und Seepferdchen schwimmen.
SPIEGEL TV-Autorin Kathrin Sänger begleitete über zwei Jahre die aufwendigen Bauarbeiten des Aquadoms, bei denen die Ingenieure in Millimeterarbeit in 50 Metern Höhe den 14 Meter langen und 38 Tonnen schweren inneren Acrylglaszylinder in die äußere Röhre einheben mussten, beobachtete den Fischkurator Pygar Schröder, als er die bunten Exoten nach wochenlanger Quarantänehaltung in ihr neues Domizil einsetzte und begleitete Taucher bei der Fütterung der 2500 Meeresbewohner in der Acrylglassäule.