Dem roten Räuber auf der Spur: Fuchsjagd in Ostfriesland - DER SPIEGEL
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Dem roten Räuber auf der Spur Fuchsjagd in Ostfriesland

Jörg Sassen ist schlau wie ein Fuchs. Trotzdem hat er das Raubtier in diesem Jahr noch nicht zur Strecke gebracht. Jetzt aber will er den Fuchs überlisten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?



Mit einer Schrotflinte lauert der ostfriesische Bauer vor der Öffnung einer Falle. Eine U-förmige Betonröhre unter der Erde soll dem Fuchs als Behausung dienen. Der Jagdhund hat unterdessen Witterung aufgenommen und kriecht an der zweiten Öffnung in den künstlich angelegten Tunnel. "Der Fuchs ist zu Hause", stellt Sassen trocken fest. Jetzt soll der Terrier den Räuber im Schlaf überraschen und aus dem Bau sprengen, wie es im Jagddeutsch heißt. Tatsächlich springt nach Sekunden ein gewaltiger Rüde aus dem Hinterhalt. Unter Schrotbeschuss versucht der Fuchs, durch einen Wassergraben zu entkommen.

Für Jörg Sassen ist der Fuchs in seinem 400 Quadratmeter großen Revier Feind Nummer eins. Der Räuber fühlt sich in der Marschregion besonders wohl und frisst, was er fangen kann. Manchmal gerät der Fuchs dabei in einen regelrechten Blutrausch. Vor allem der ostfriesische Feldhase ist kaum vor ihm sicher. Um Beutetiere zu schonen und den Wildbestand zu regulieren, war Jörg Sassen mit seinen Jagdfreunden auch in diesen Herbstmonaten wieder auf der Pirsch.

SPIEGEL-TV-Autor Markus Grün durfte die Waidmänner bei der schwierigen Jagd auf den Jäger beobachten.