Fröhliche Drecksarbeit: Von Männern und Monstermaschinen - DER SPIEGEL
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Fröhliche Drecksarbeit Von Männern und Monstermaschinen

Die Woche über sitzen die meisten von ihnen im Büro. In ihrer Freizeit aber streifen sie den Blaumann über und genießen es, sich schmutzig zu machen und beim Bewegen schwerer Geräte zu schwitzen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Vor allem Männer, doch auch einige Frauen, haben ein neues Hobby für sich entdeckt: Mit gigantischen Radladern donnern sie durchs Gelände und transportieren Sand oder Kies, nur so zum Spaß. Andere pflügen das Erdreich mit riesigen Schaufelbaggern um und entspannen sich dabei.

Die freiwillige Drecksarbeit entwickelt sich gerade zum neuen Freizeittrend und hilft der Tiefbauindustrie aus dem konjunkturellen Einbruch - die Geräteauslastung der darbenden Branche war auf unter sechzig Prozent gesunken.

Eine rein männliche Domäne hingegen ist bis heute die Ausbildung zum Ehrenlokomotivführer geblieben. Im Führerstand von "Molli", einer Dampflokomotive der mecklenburgischen Bäderbahn, erfüllen Männer sich den Traum ihrer Kindheit.

SPIEGEL-TV-Autor Tillmann Scholl beobachtete das Wochenendvergnügen der Baumaschinen-Fans im Rattelsdorfer Monsterpark bei Bamberg und begleitete Freizeiteisenbahner beim schweißtreibenden Kohleschippen, Dampfmachen und Abschmieren an der Ostseeküste zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan.