Dolce Vita im Caravan: Deutsche Camper vor Venedig - DER SPIEGEL
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Dolce Vita im Caravan Deutsche Camper vor Venedig

Er ist einer der größten Campingplätze Europas, in der Hochsaison bevölkert von mehr als 11.000 Besuchern: Union Lido, gegründet vor fünfzig Jahren von zwei Italienern, damals wie heute beliebt vor allem bei den Germanen.
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Man spricht deutsch auf dem Platz, und auch wenn Venedig gleich um die Ecke liegt - der Markusplatz ist gerade einmal zehn Kilometer Luftlinie entfernt - fühlen sich die deutschen Urlauber hier wie zu Hause in Bochum oder Berlin.

Union Lido - das ist eine umzäunte, in sich abgeschlossene Welt am Ufer der Adria, eine kleine Stadt mit zahlreichen Boutiquen, einem Friseur, einem Waschsalon, zwei Ärzten, sechs Bars, sieben Restaurants, acht Swimmingpools, neun Tennisplätzen und einer Kirche. Der Supermarkt führt Nutella, Rotkohl und Weißwürste, in den Restaurants wird die Pizza meistens von einem Pils begleitet.

Für Ordnung auf dem pinienbewachsenen Platz sorgen strenge Bademeister und eine zehnköpfige Sicherheitstruppe, für das "Dolce-Vita"-Gefühl ein Heer von Animateuren. SPIEGEL TV-Autor Ralph Quinke hat den Alltag auf dem italienischen Platz, der deutscher kaum sein könnte, zwei Wochen lang beobachtet.