Mit dem Rücken an der Wand: Gerhard Schröder als Herausforderer - DER SPIEGEL
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Mit dem Rücken an der Wand Gerhard Schröder als Herausforderer

Als er am 1. Juli die Vertrauensfrage stellte, da wurde aus Gerhard Schröder auf einmal wieder das, was er am liebsten ist: der Herausforderer.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Statt sich weiter als Kanzler prügeln zu lassen, zog er lieber in den Wahlkampf. Nach übereinstimmender Meinung aller Demoskopen ein hoffnungsloses Unterfangen, die SPD hat nach aktuellem Stand keine Chance mehr, stärkste Partei zu werden. Gerhard Schröder weiß das und wird trotzdem von Tag zu Tag fröhlicher. Es scheint, als sei die zentnerschwere Last des Regierens endlich von ihm abgefallen, als sei das Spiel wieder offen. Doch überall im Wahlkampf begegnen ihm die Probleme, mit denen er sich seit sieben Jahren herumschlagen muss: Hartz IV, Arbeitslosigkeit, Armut. SPIEGEL TV begleitete Gerhard Schröder auf seinem vermutlich letzten Wahlkampf.