Schwitzen statt Sitzen: Arbeit statt Strafe - DER SPIEGEL
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Schwitzen statt Sitzen Arbeit statt Strafe

Fegen, Bügeln, Putzen oder doch lieber hinter Gittern sitzen – das ist die Alternative für Straftäter, die ihre Geldstrafen nicht zahlen können.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wer heimische Gardinen den schwedischen vorzieht, muss arbeiten - Laub kehren, in städtischen Parks Unkraut zupfen oder sich in einem Altersheim nützlich machen.

Pro Jahr wird bei 60.000 Menschen in der BRD "die Einbringlichkeit der Geldstrafe" zum Problem - Tendenz steigend. Durch Programme wie "Arbeit statt Strafe" versuchen die Justizbehörden darauf zu reagieren. Die Gründe sind nahe liegend: explodierende Haftkosten, überfüllte Gefängnisse und die Einsicht, dass ein längerer Gefängnisaufenthalt aus Kleinkriminellen nicht unbedingt bessere Menschen macht. SPIEGEL-TV–Autor Tillmann Scholl hat drei Straftäter in Essen auf dem schwierigen Weg zur Einlösung ihrer Strafschuld begleitet – Schwitzen statt Sitzen, die Alternative zum Knast.