Härtetest, Teil 1: Prüfungsmarathon an der Sporthochschule - DER SPIEGEL
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Härtetest, Teil 1 Prüfungsmarathon an der Sporthochschule

Die Aufnahmeprüfung an der Deutschen Sporthochschule in Köln gilt als eine der härtesten in Europa. Rund 2000 Athleten aus aller Welt hatten sich im Juli für das Wintersemester in Köln beworben, 1000 traten schließlich zur Prüfung an, doch nur 426 von ihnen konnten sich am Ende auch qualifizieren.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nach Kugelstoßen und Hochsprung ist Soobin Jungs Sportlerherz gebrochen. Erst hatte der Koreaner die erforderliche Weite nicht erreicht, dann war er an der Höhe gescheitert. Über ein halbes Jahr hatte der 19-jährige für die Prüfung trainiert. Jetzt ist er am Boden zerstört und muss nach Hause fahren.

An nur einem Tag werden die Bewerber in 20 unterschiedlichen Disziplinen getestet. Sie müssen sprinten, spielen und schwimmen und dürfen sich dabei nur einen einzigen Fehler erlauben. Ansonsten ist die Prüfung für sie sofort beendet. So kann es passieren, dass einige schon nach Übung zwei in die Kabine geschickt werden, andere erst kurz vor Erreichen des Ziels scheitern. Der Stress ist ständiger Begleiter der zehnstündigen Prüfungstortur, die nur von einer kurzen Mittagspause unterbrochen wird.

Und die Anforderungen können unterschiedlicher nicht sein: Bei manchen Aufgaben sind Schnelligkeit und Ausdauer gefragt, bei anderen kommt es auf Vielseitigkeit und Technik an.

SPIEGEL-TV-Autor Markus Grün konnte zehn junge Frauen und Männer bei dem für ihre Lebensplanung so entscheidenden Prüfungsmarathon begleiten, beobachtete Siege und Zusammenbrüche. Nur zwei der porträtierten jungen Sportler erreichten am Ende das Ziel.