Die verlorene Unterschicht Hinter den Türen von Hamburg-Billstedt
Kaum jemand hat das Geld für den Umzug in eine bessere Gegend. Im Grunde ist man schon froh, wenn das Arbeitslosengeld II bis zum Ende des Monats reicht und der letzte Penny-Markt vor Ort nicht schon wieder die Preise erhöht. Billstedt liegt am untersten Rand der hanseatischen Gesellschaft.
Sozialer Wohnungsbau in Form von Hochhaussiedlungen, doppelt so viele Sozialhilfeempfänger wie im Rest der Stadt und ein Ausländeranteil von über 23 Prozent haben das Viertel im Hamburger Osten in einen Problemstadtteil verwandelt.
In der Politik werden diese Menschen neuerdings unter dem politisch-korrekten Begriff des Prekariats" einsortiert. In der Realität sind die fast 70.000 Bewohner von Billstedt häufig sich selbst überlassen. Ausgehend von einer Grundschule, an der die deutschen Kinder mittlerweile in der Unterzahl sind, zeigt der Film von Maria Gresz und Manka Heise, wie es aussieht, wenn ein Stadtteil allmählich unterzugehen droht.