Alles wird Knut: Vom Kuscheltier zum Goldesel - DER SPIEGEL
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Alles wird Knut Vom Kuscheltier zum Goldesel

Heute Flocke, gestern Knut: Ein niedlicher Eisbär war der Superstar des Jahres 2007 und machte die Welt glauben, eins der gefährlichsten Raubtiere der Erde sei ein Kuscheltier mit flauschigem Fell und süßen Knopfaugen.
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Für den Berliner Zoo war das Eisbärenjunge wie ein Sechser im Lotto: weltweite Publicity, hunderttausende Besucher, Millionenerlöse aus Merchandising-Artikeln. Jetzt tapst der Bär auch noch auf der Leinwand: Am 6. März startet der Film "Knut und seine Freunde" im Kino.

Doch so populär kleine Eisbären derzeit hierzulande sind, so wenig weiß man über die Gattung. Schätzungsweise 20.000 bis 25.000 der weißen Räuber leben in der Arktis, und die Population ist bedroht: Durch die globale Erwärmung, mehr aber noch durch den massenhaften Abschuss der Tiere. Allein der kanadische Staat verdient mit der Vergabe von Jagdrechten mehr als zehn Millionen Dollar im Jahr.

Auch die Aufzucht in Zoos ist schwierig und für die Tiere oft eine Quälerei. Weniger als die Hälfte aller in Gefangenschaft geborenen Eisbären überleben das erste Jahr. SPIEGEL-TV-Autor Ralph Quinke über den Eisbären, ein trotz aller Schlagzeilen weitgehend unbekanntes Wesen.