Kommissariat 14: Vermisst in München, Teil 3 - DER SPIEGEL
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Kommissariat 14 Vermisst in München, Teil 3

Jedes Jahr werden in Deutschland 100.000 Menschen vermisst gemeldet, allein in München sind es im Schnitt vier bis fünf am Tag.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Viele tauchen nach wenigen Stunden wieder auf, manche hinterlassen nicht die geringste Spur. Dahinter stecken tragische Schicksale, verzweifelte Angehörige und ein ausgeklügelter Fahndungsapparat.

In der Münchner Vermisstenstelle, dem sogenannten K 14, beschäftigen sich zehn Kriminalbeamte täglich mit den Verschwundenen: ein unternehmungslustiger Arzt, der seine Mutter in einem Abschiedsbrief bat, nicht nach ihm zu suchen. Ein achtjähriger blonder Junge, der nach der Schule nicht nach Hause kommt. Ein chinesischer Hotelgast, der all seine Papiere und Habseligkeiten zurücklässt. Ein 15-jähriges Mädchen, das nach einem Besuch bei den Großeltern zum Baden fährt und von dort nicht wiederkehrt. Aber auch: der eifersüchtige Ehemann, der über die Polizei herausfinden möchte, wo seine Frau ihre Nächte verbringt.

SPIEGEL-TV-Reporter konnten die Kriminaler bei ihrer Fahndung mit Suchhunden, DNA-Tests und Handypeilung begleiten.