Sauerei: Wildschweine in der Stadt - DER SPIEGEL
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Sauerei Wildschweine in der Stadt

Sie kommen nachts und zumeist im dreckigen Dutzend. Immer öfter verlassen Wildschweinrotten ihr bewaldetes Revier und gehen in städtischen Vorgärten und Parkanlagen auf Nahrungssuche.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die empfindliche Nase weist den Schwarzkitteln den Weg ins urbane Terrain. Tulpenrabatten, Kräuterbeete und gepflegtes Rasengrün riechen unwiderstehlich und haben keine Chance - sie werden dem Erdboden gleich gemacht. Am nächsten Morgen fallen Gartenfreunde ob der zerstörten Flora dann kollektiv in Ohnmacht.

Der Berliner Südwesten und seine angrenzenden brandenburgischen Nachbargemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf sind von den wehrhaften Wildschweinen besonders betroffen.

Auf über 10.000 Tiere schätzen Experten hier inzwischen die Population. Milde Winter und das üppige Nahrungsangebot verschärfen die Lage an der Schweinefront. Die nächtlichen Verwüstungen rufen die Jäger auf den Plan. Doch mit der Flinte allein ist den schlauen Tieren nicht bei zu kommen. Mit Lebendfallen soll das Borstenvieh nun dezimiert werden.