Ammanns Tierleben Ein Artenschützer in Afrika
Elternlos: Ein einsames Gorilla-Waisenkind auf der Spitze einer Palme
Foto: Getty ImagesMit der Kamera durchstreifte Ammann die Weite des Kontinents. Er wurde einer der bekanntesten Tierfotografen Afrikas, veröffentlichte Bildbände über Geparden, Menschenaffen, die Massai Mara. Dann machte er im Kongo eine grausige Entdeckung: Massenhaft werden im Regenwald Gorillas und Schimpansen abgeschlachtet, um die lokalen Fleischmärkte zu beliefern.
Die Entdeckung veränderte Ammanns Leben. Aus dem Tierfotografen wurde ein Artenschützer. Ammanns anklagende Bilder gingen um die Welt. Schnell kam er auch der internationalen Tiermafia auf die Spur.
SPIEGEL-Korrespondent Thilo Thielke begleitete Ammann bei seinem einsamen Kampf in die verlorenen Tierparadiese Afrikas und auf die riesigen südostasiatischen Tiermärkte, wo besonders schlimme Zustände herrschen. In der chinesischen Medizin werden Tigern, seltenen Schwarzbären und Schlangen Heilkräfte zugesprochen. Zu Pulver zermahlen werden ihre letzten Exemplare jetzt ins Reich der Mitte geschafft. Ist der Kampf um die Arten bereits verloren? "Noch nie sah es für die Tierwelt so schlimm aus, China ist eine Riesengefahr", sagt Ammann. Aufgeben wird er aber nicht.