Zurück ins Leben: Bewährungshilfe für Frauen - DER SPIEGEL
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Zurück ins Leben Bewährungshilfe für Frauen

Rund 20 Prozent aller Straftaten in Deutschland werden von Frauen begangen. Ihre häufigsten Vergehen: Betrug oder Diebstahl. Doch hinter Gittern landen nur drei bis fünf Prozent der Täterinnen.
Justizvollzugsanstalt für Frauen: "Oft sind wir die Einzigen, die überhaupt davon wissen."
Justizvollzugsanstalt für Frauen: "Oft sind wir die Einzigen, die überhaupt davon wissen."

Justizvollzugsanstalt für Frauen: "Oft sind wir die Einzigen, die überhaupt davon wissen."

Foto: SPIEGEL TV
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In einem so genannten Frauenprojekt der Berliner Justiz soll speziell weiblichen Straftätern bei der Wiedereingliederung in ein geordnetes Leben geholfen werden. Jede Frau, die schon einmal in Berlin eingesessen hat, wird während ihrer Bewährungszeit hier betreut.

Rund 160 sogenannte Probandinnen werden von Bettina Rienth und ihren Kolleginnen bei den ersten Schritten in die Freiheit begleitet, bis hin zu einem selbstständigen, möglichst straffreien Leben.

"Frauen sind durch die Haft sehr beschämt, weil sie komplett in ihrer Rolle als Frau und als Mutter versagt haben. Oft sind wir die Einzigen, die überhaupt davon wissen. Das erleichtert nicht gerade die Rückkehr in die Normalität", berichtet die Sozialpädagogin, die vor rund 18 Jahren - gemeinsam mit anderen - das Frauenprojekt startete.

Trotz guter Erfolge - die Rückfallquote ist verschwindend gering - blieb das Berliner Projekt deutschlandweit das einzige seiner Art.

SPIEGEL-TV-Autorin Beate Schwarz hat die Arbeit der Bewährungshelferinnen beobachtet und drei Straftäterinnen auf ihrem schwierigen Weg in ein neues Leben begleitet.