Unsichtbar und stets zu Diensten: Geheimnisse der Zimmermädchen - DER SPIEGEL
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Unsichtbar und stets zu Diensten Geheimnisse der Zimmermädchen

Ihr Arbeitsplatz ist die Privatsphäre der Kundschaft: Zimmermädchen wissen oft mehr über ihre Gäste, als denen lieb sein kann. Manche hinterlassen auch schamlos Reste von Sex und Besäufnis.
Die unauffälligen Zimmermädchen: Sie schaffen viel und kriegen wenig.
Die unauffälligen Zimmermädchen: Sie schaffen viel und kriegen wenig.

Die unauffälligen Zimmermädchen: Sie schaffen viel und kriegen wenig.

Foto: Marcus Brandt/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Housekeeping-Mitarbeiter müssen trotzdem versuchen, jeden Tag auf's Neue die Illusion zu erzeugen, der Gast sei etwas Besonderes, die Wanne wie neu, der Teppichboden frisch, die Utensilien im Bad liebevoll zusammengestellt. Dafür erhalten sie 8,40 Euro in der Stunde, bei einem Vollzeitjob 1200 Euro brutto im Monat und kaum jemals Trinkgeld.

Sie schütteln die Betten auf, falten die benutzte Nachtwäsche neu, schrubben die Badewanne, wischen die Toilette ab, saugen den Fußboden. Und das alles so schnell wie möglich, denn der Hotelgast könnte jederzeit wieder in sein Zimmer zurückkehren. Zimmermädchen sollen flink sein, gründlich und diskret - vor allem aber unsichtbar. Sie benutzen eigene Aufzüge und Treppenhäuser im Hotel und huschen nur schnell über den Flur, bevor sie im nächsten Zimmer verschwinden.

Von der Kunst, Luxuszimmer herzurichten: SPIEGEL-TV-Autorin Beate Schwarz konnte im Backoffice zweier Nobelherbergen in Hamburg und Berlin filmen und hat Zimmermädchen bei ihrer Arbeit begleitet.