Nur die Liebe fehlt: Wenn Babys ihren Müttern fremd sind - DER SPIEGEL
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Nur die Liebe fehlt Wenn Babys ihren Müttern fremd sind

Ein Kind wird geboren und zaubert seiner Mutter eine rosarote Brille vor die Augen. Das entzückendste Baby, das hübscheste, das pflegeleichteste - man muss es einfach lieben. Aber was ist, wenn das eigene Kind wie ein Stück Holz im Arm liegt? Wenn da nichts ist? Kein Gefühl - nur Leere.
Eine junge Mutter kuschelt mit ihrem Sohn: Doch was, wenn da nur Leere ist?
Eine junge Mutter kuschelt mit ihrem Sohn: Doch was, wenn da nur Leere ist?

Eine junge Mutter kuschelt mit ihrem Sohn: Doch was, wenn da nur Leere ist?

Foto: dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Was als weiblichster aller Instinkte gilt - "das eigene Kind zu lieben", manche Frauen können es nicht. Die Muttergefühle bleiben einfach aus. Für die betroffenen Frauen eine schreckliche Situation, denn sie leiden unter den fehlenden Empfindungen und haben Schuldgefühle.

"Postpartale Depression" nennen Experten diese Störung, an der rund 15 Prozent aller Mütter in Deutschland leiden und die im Extremfall zu Kindstötung oder Selbstmord führen kann. Häufig werden die Symptome nicht rechtzeitig erkannt. Reiß Dich zusammen, das ist doch nur der "Babyblues", hören betroffene Mütter oft. Und genau das machen sie auch. Sie versuchen, ihre Gefühle zu verstecken, wollen für ihre Kinder funktionieren und machen weiter, bis sie zusammenbrechen.

Allein können sie ihr seelisches Tief meist nicht bewältigen. Hilfe finden sie in eigens eingerichteten Mutter-Kind-Stationen wie im hessischen Heppenheim. Hier werden sie aufgefangen und mit ihrem Nachwuchs therapiert.

SPIEGEL-TV-Autorin Sanja Hardinghaus über zwei junge Frauen in der Psychiatrie und auf dem Weg zum ersehnten Mutterglück.