Drama auf hoher See Der Untergang der "Andrea Gail"
Seit Wolfgang Petersen seinen Film "Der Sturm" 2000 in die Kinos brachte, ist das Interesse am Schicksal der "Andrea Gail" ungebrochen. Auf dem Weg von den Grand Banks in Neufundland nach Gloucester war der Schwertfischfänger 1991 direkt in das Zentrum eines Jahrhundertsturms geraten. Nachdem ein abflauender Hurrikan über dem Atlantik auf zwei Schlechtwetterfronten getroffen war, hatte sich der größte jemals gemessene Orkan gebildet.
Mit Windgeschwindigkeiten von 50 bis 80 Knoten fegte das Unwetter über den nur 20 Meter langen Kutter hinweg. Das unglaubliche Szenario: Die sechs Besatzungsmitglieder mussten mit bis zu 30 Meter hohen Wellen kämpfen. Coast Guards und Navy suchten mit mehreren Booten und einem Flugzeug über 30.000 Quadratkilometer nach dem vermissten Kutter ab. Die zuletzt gemeldete Position des Schiffes war 180 Meilen Ost-Nordost vom kanadischen Sable Island.
Elf Tage nach dem Unglück musste die Küstenwache ihre Suche aufgeben - in Anbetracht der Wetterlage und Wassertemperaturen von nur sieben Grad Celsius war die Aussicht, Überlebende zu finden, gleich Null.
DER STURM
Kapitänsfamilie will Film verbieten lassen
Die Familie des Kapitän Tyne sieht ihren Namen in den Schmutz gezogen: Der Erfolgsfilm "Der Sturm" stelle den Kapitän als skrupellos und manisch dar. Deshalb zog sie jetzt vor Gericht. mehr...