Schiffskatastrophen Coast Guards retten die Besatzung der "Alaskan Monarch"
Die Alaskan Monarch
Fast immer sind es die großen Fähren, Tanker und Luxusliner, die mit Seenotfällen in die Schlagzeilen kommen. Aber auch kleine Fischerboote und Katamarane können in äußerst gefährliche Situationen geraten, wenn das Wetter plötzlich umschlägt oder die Navigationskenntnisse und -fähigkeiten der Mannschaft überschätzt wurden.
Am 14. März 1990 begann für das knapp 30 Meter lange Fischerboot "Alaskan Monarch" der Kampf gegen die Naturgewalten. Bei dem Versuch, St. Paul auf den zu Alaska gehörenden Pribilof Inseln in der Beringsee anzulaufen, bleibt der Krabbenkutter rund 15 Kilometer vor dem Hafen im Eis stecken. Windgeschwindigkeiten von rund 35 Knoten und bis zu dreieinhalb Meter hohe Wellen bringen das mit 50 Tonnen frischen Krabben beladene Schiff in arge Bedrängnis.
Kapitän Morris Hansens erster Hilferuf an alle in der Nähe befindlichen Schiffe bleibt erfolglos. Einige Boote sitzen selbst fest, andere können keine Hilfe leisten. Für den Rest des Tages versuchte die Mannschaft, den Krabbenfänger aus eigener Kraft aus dem Eis zu befreien und die ersten Schäden notdürftig zu beheben.
Als sich die Wetterbedingungen dramatisch verschlechtern, funkt der Kapitän am 15. März SOS. Da es der Küstenwache unmöglich ist, auch nur ein Seil an dem Kutter zu befestigen, ruft man einen Hubschrauber zur Hilfe, der zunächst vier der Besatzungsmitglieder bergen kann. Kapitän Hansen und sein Maschinist Charles West bleiben an Bord.
Als sie versuchen, den Bug zu erreichen, um von da aus in den Hubschrauber zu gelangen, werden sie von einer riesigen Eiswelle erfasst und über Bord gespült. In einer spektakulären Rettungsaktion gelingt es den Coast Guards, die beiden Männer vor dem Tod zu bewahren.
Coast Guards
Im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen - das ist die Aufgabe der Coast Guards. Unabhängiges Denken ist eine der Grundvoraussetzungen für den Seenotretter, der in Extremsituationen meist auf sich allein gestellt ist. Der Beitrag zeigt amerikanische Coast Guards bei der Ausbildung und im Einsatz. Hohe physische Belastung und die nicht minder große Verletzungsgefahr sind ein Berufsrisiko, das die jungen Auszubildenden gern eingehen. Der Ernstfall lässt sie über ihre Grenzen hinausgehen.