Der einsame Tod Das Kölner Ordnungsamt bei der Arbeit
Wenn die sterblichen Überreste dann abtransportiert und in der Gerichtsmedizin näher untersucht werden, beginnt die Arbeit der städtischen Ermittler. Sie verschaffen sich Zutritt zu den Wohnungen, sichern das Eigentum, suchen nach Bargeld, Wertsachen und Dokumenten. Das hat einen simplen Grund. Damit die Stadt Köln nicht auf den Bestattungskosten der Verstorbenen sitzen bleibt, müssen die Beamten versuchen, mögliche Verwandte ausfindig zu machen. Diese sind laut Gesetz dazu verpflichtet, für die Bestattungskosten dieser so genannten "Fundleichen" aufzukommen. Rund 2.000 Euro kostet in der Domstadt die anonyme Beisetzung in der Kupferurne, die günstigste Art der Beerdigung. Bei ihren Recherchen nach Hinterblieben offenbart sich den Beamten dann manchmal die Tragödie einer Vereinsamung.
SPIEGEL-TV-Autor Mate Spörl hat Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamtes bei ihrer heiklen Arbeit begleitet.