Leben im Brennpunkt, Teil 2: Berlin Neukölln - DER SPIEGEL
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Leben im Brennpunkt, Teil 2 Berlin Neukölln

Berlin Neukölln – ein Stadtteil, so vielfältig wie das Leben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

"Jede Stadt hat ihr Neukölln", so der Kabarettist Kurt Krömer, "einen Bezirk, vor dem Mütter ihre Töchter warnen." Berlin-Neukölln gilt als Synonym für gesellschaftliche Missstände, als kiezgewordener Alptraum des Landes: Soziale Verwahrlosung, Kriminalität und die gescheiterte Integration von Menschen aus 163 Nationen prägen den Alltag im Südosten Berlins. 300.000 Menschen leben hier – jeder Vierte ist arbeitslos, in manchen Gegenden liegt der Ausländeranteil bei 40 Prozent, vor vielen Schulen patrouillieren private Wachschützer.

SPIEGEL TV begleitet Gerichtsvollzieher auf ihren meist fruchtlosen Streifzügen durch die Hartz-IV-Hochburg, engagierte Pädagogen, die auf Zwölfjährige treffen, die weder richtig lesen noch schreiben können, Gangster-Rapper, deren Worte flinker sind als ihre Gedanken.

Doch wer die Schmuddelecke der Nation ausleuchtet, stößt auch auf Überraschendes: Luxus, wo ihn keiner erwartet; Transvestiten, die im muslimisch geprägten Stadtteil fröhlich feiern; Menschen, die den spröden Charme des Kiezes lieben.