Hitlers Berg Die Alpenfestung des Diktators
Über 1000 Tage, fast jeden vierten Tag seiner Herrschaft über Deutschland, verbrachte Adolf Hitler auf dem Obersalzberg, seinem Urlaubsdomizil bei Berchtesgaden. In dem von massiven Sicherheitskräften abgeschotteten Sperrbezirk unweit der Grenze zu Österreich hielt sich der "Führer" nicht allein zur Erholung auf, hier empfing er die Mächtigen des Dritten Reichs und Europas.
Inmitten der malerischen Bergwelt entschied er über Krieg und Vernichtung. Eva Braun, Hitlers Geliebte, lebte dort abgeschottet von der Volksgemeinschaft. Ihre Amateurfilme sind einzigartige Dokumente aus dem Privatleben des Diktators. Sie wurden für diese Dokumentation im Nationalarchiv in Washington neu abgetastet und sind erstmals in bester Qualität zu sehen.
Ende April 1945 legten Bomberflugzeuge der Royal Airforce die Anlage binnen weniger Minuten in Schutt und Asche. Auch wenn nach Kriegsende die meisten Ruinen gesprengt wurden, sind nicht alle Relikte der Diktatur verschwunden. Aus Angst vor Luftangriffen der alliierten Feinde waren während des Krieges systematisch unterirdische Bunkerbauten errichtet worden, die aufwändigen Arbeiten hat man erst bei Kriegsende eingestellt. Heute ist ein Großteil der weit verzweigten Stollen von Amts wegen verschlossen und für die Öffentlichkeit gesperrt.
SPIEGEL-TV-Autor Michael Kloft hat für diese Dokumentation eine Sondergenehmigung erhalten, die unterirdischen Anlagen zu betreten. Außerdem hat er die letzten Zeitzeugen befragt, sowie viele unveröffentlichte Dokumente, Fotos und Filme entdeckt.