Goldgrube Müll: Das Geschäft mit dem Schrott - DER SPIEGEL
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Goldgrube Müll Das Geschäft mit dem Schrott

Jeder Bundesbürger erzeugt im Schnitt 565 Kilogramm Hausmüll und rund 20 Kilogramm Elektroschrott pro Jahr. Nicht nur mit der Entsorgung, sondern vor allem mit der Wiederverwertung beschäftigt sich eine ganzer Industriezweig.
Goldgrube Müll: Das Geschäft mit dem Schrott
Goldgrube Müll: Das Geschäft mit dem Schrott

Goldgrube Müll: Das Geschäft mit dem Schrott

Foto: SPIEGEL TV
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Recycling ist wichtig für den Umweltschutz - es geht aber auch um Geld. Denn Müll ist eine ergiebige Rohstoffquelle. Aus Verpackungsmaterialien werden Pullover oder Parkbänke, aus Autowracks werden Edelstahlbestecke und aus Elektroschrott lässt sich Kupfer, Silber und sogar Gold gewinnen. Da gerade der Elektroschrott so wertvoll sein kann, werden in Berlin und Leipzig hierfür ganz neue Entsorgungsmöglichkeiten getestet.

Das Geschäft mit dem Müll geht nur auf, wenn alles penibel getrennt und sortiert wird. Mülldetektive und Abfallkontrolleure sorgen dafür, dass in den Haushalten richtig getrennt wird und eventuelle Sünder bestraft werden. Modernste Sortiermaschinen und Spezialisten entfernen in diversen Recycling-Anlagen jeden Schad- oder Fremdstoff.

Infrarot-Trenner, Schüttelanlagen, Windkanäle, Magnetsysteme - für die Materialsortierung lässt sich die Abfallindustrie immer neue, immer ausgefeiltere Techniken einfallen. Ein Aufwand, der sich nur durch Masse auszahlt. Doch so teuer die komplexen Verfahren zur Rohstoffgewinnung und Wiederverwertung auch sind- am Ende machen Abfallunternehmer Gewinn. Zudem gibt es angesichts des enormen Müllaufkommens in Deutschland zum Recycling keine Alternative.

SPIEGEL TV Special verfolgt die diversen Wege des Elektroschrotts - von der Tonne bis zum Goldbarren.