1250 Milliarden Euro - wofür?: Vom Aufbau Ost zum Absturz West - DER SPIEGEL
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1250 Milliarden Euro - wofür? Vom Aufbau Ost zum Absturz West

Im XXP-Studio diskutiert Moderatorin Corinna Lampadius mit dem grünen Bundestagsabgeordneten Peter Hettlich und Heinz Putzhammer vom Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes über die desaströse Bilanz der Einheitspolitik.
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Vor neun Jahren erregten zwei SPIEGEL-Titel die Republik: "Milliardengrab 'Aufschwung Ost'" hieß die eine Geschichte, und sie beschrieb, wie in einem gigantischen Ausmaß öffentliche Gelder in den neuen Ländern verplempert wurden. Einige Monate darauf dann der zweite Titel mit ähnlichem Thema - "Blühende Landschaften", frei nach dem damals amtierenden Kanzler Helmut Kohl. Nachfolger Gerhard Schröder erklärte flugs den Aufbau Ost zur "Chefsache". Ergebnis: Alles wurde noch schlimmer. Der Osten steht still - der Westen stürzt ab.

Eine Regierungskommission von Ostexperten aus Politik, Praxis und Wissenschaft zieht eine desaströse Bilanz der Einheitspolitik - der Aufbau Ost nach altem Muster beschleunigt den Absturz West. Ihr Empfehlung: Die neuen Bundesländer sollen Sonderwirtschaftszone werden.

Im XXP-Studio diskutiert Moderatorin Corinna Lampadius mit dem grünen Bundestagsabgeordneten Peter Hettlich und Heinz Putzhammer vom Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes über den schwierigen Aufbau Ost.

Sendetermin: Montag, 5. April, 22.50 Uhr, XXP 

Gäste im Studio

Heinz Putzhammer, Mitglied des DGB-Bundesvorstands
Der gelernte Lehrer ist seit Juni 1998 Mitglied im Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Der Sozialdemokrat ist Experte für Wirtschaftspolitik und Mitglied der Zuwanderungskommission der Bundesregierung. "Arbeitsplätze werden nicht dadurch geschaffen, dass man Maßnahmen der Arbeitsbeschaffung einstellt, die noch im Aufbau befindliche Unternehmenslandschaft sich selbst überlässt und auf die Heilungskräfte des Marktes hofft", sagt der 63-Jährige. Putzhammer ist Mitglied einer Expertenkommission zur Ostförderung ("Praktiker-Kreis"), die vor einigen Monaten von der Regierung gegründet wurde.

Peter Hettlich, MdB (Bündnis 90/Die Grünen)
Der 1959 in Köln geborene Sprecher der Arbeitsgruppe Ost setzt sich für eine Neuorientierung der Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarktpolitik in Ostdeutschland ein. "Grundsätzlich ist es sinnvoll, die vorhandenen finanziellen Mittel für die Wirtschaftsförderung Ost auf Wachstumsregionen zu konzentrieren", sagt Hettlich. Der Agrarwissenschaftler, der politisch im Kreisverband Torgau-Oschatz (Sachsen) zuhause ist, fordert: "Der Aufbau Ost darf nicht stecken bleiben."

Edgar Most, Deutsche Bank
Der 64 Jahre alte Most ist Mitglied der Geschäftsführung der Deutschen Bank in Berlin. Das Vorstandsmitglied des Ostdeutschen Bankenverbandes war früher Staatsbanker der DDR. Er gehört wie Putzhammer zu den 13 Experten im "Praktiker-Kreis".

Moderation

Corinna Lampadius, Moderatorin SPIEGEL TV

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