Das Blut der Welt: Der Kampf um das Erdöl hat gerade erst begonnen - DER SPIEGEL
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Das Blut der Welt Der Kampf um das Erdöl hat gerade erst begonnen

Im XXP-Studio diskutiert Moderator Matthias Ziemann mit SPIEGEL-Redakteur Alexander Jung, dem Vorstandschef der Deutsche BP Wilhelm Bonse-Geuking und dem Geschäftsführer des Deutschland-Ablegers des US-Analysehauses Raymond James über das schwarze Gold als Quelle des Krieges.
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Öl wird immer teurer, die Preisexplosion belastet Konjunktur und Börsen. Schuld sind Irak-Krieg, Terrorangst und Spekulanten. Der Schmierstoff des weltweiten Wachstumsmotors geht noch nicht zur Neige, aber der Energiehunger wächst. Umso schärfer wird der Kampf um die letzten Reserven, umso wichtiger wird die politische Stabilität in großen Förderländern wie Saudi-Arabien.

Die ganze Welt vertraut fast blind darauf, dass die Krisenregion am Golf den globalen Bedarf am schwarzen Gold auch in Zukunft decken kann. Doch jetzt griffen Fundamentalisten in Saudi-Arabien zum ersten Mal eine Ölfirma an. Islamisten wie Reformer wollen das dortige Königshaus stürzen. Die Tankstelle der Welt zeigt sich verwundbar. Rückt das Ende der Ölzeit näher?

Im XXP-Studio diskutiert Moderator Matthias Ziemann mit SPIEGEL-Redakteur Alexander Jung, dem Vorstandschef der Deutsche BP Wilhelm Bonse-Geuking und dem Geschäftsführer des Deutschland-Ablegers des US-Analysehauses Raymond James über das schwarze Gold als Quelle des Krieges.

Sendetermin: Montag, 24. Mai, 22.50 Uhr, XXP 

Gäste im Studio

Wilhelm Bonse-Geuking, Vorstandschef Deutsche BP Der Diplom-Ingenieur Bergbau startete seine Karriere 1968 als Technischer Gutachter bei der Wibera AG. 1972 wechselte er in den Veba-Konzern, um schließlich im Oktober 2002 den Vorstandsvorsitz der Deutsche BP AG zu übernehmen. Im Sommer gibt er den Posten an Aral-Chef Uwe Franke ab, um sich ganz auf seine Aufgaben als europäischer Vize-Präsident der BP Group zu konzentrieren. Der 62-Jährige sagt über die Ölknappheit: "Wir werden zurzeit mit einer wahren Flut von Meldungen über den angeblichen Rückgang der weltweiten Ölversorgung von ihrem derzeitigen Höhepunkt überschwemmt. Unserer Ansicht nach bestehen dagegen mehr als ausreichende konventionelle Ölreserven, um die Weltmärkte in den nächsten 30 Jahren oder noch länger zu versorgen - bis wir dann die nächste Technologiegeneration erleben."

Hans-Jürgen Klisch, Geschäftsführer Als Geschäftsführer des Deutschland-Ablegers von Raymond James & Associates gibt Klisch die Prognose: "Auch der Traum von Rohölpreisen von 25 oder gar 20 Dollar je Barrel ist ausgeträumt." Die Rohstoffmärkte würden in diesem Zyklus nicht so reagieren wie in der Vergangenheit, so Klisch weiter. In vergangenen Zyklen hätten sich die Rohstoffpreise nach einem starken Anstieg stets wieder ihren längerfristigen Mittelwerten angenähert. In diesem Zyklus scheine das allerdings anders zu sein.

Außerdem im Studio:
Alexander Jung, DER SPIEGEL

Moderation

Matthias Ziemann, Geschäftsf. Redakteur, SPIEGEL TV