Die letzte Reise Expedition Columbus
In einer einsamen Bucht in der Karibik erforschen Unterwasserarchäologen das wohl älteste Wrack, das je in der Neuen Welt gefunden wurde. Es gibt Indizien, dass dies die Karavelle "Vizcaína" des Christoph Columbus gewesen sein könnte. Sie sank 1503 auf seiner vierten Reise, bei der er seine Ehre retten wollte - und die in einer Tragödie endete. Bei der er mit Indianern kämpfte und Meuterern und an deren Ende er sich nur noch zum Sterben nach Spanien retten konnte.
Weil aber bisher kein Columbus-Wrack gefunden wurde, weiß die Fachwelt wenig darüber, wie diese Schiffe aussahen. Es gibt keine historischen Baupläne, keine verlässlichen Beschreibungen, nur das, was sich Wissenschaftler aus versprengten Informationen zusammenreimten. Sicher bestimmt werden kann der zufällig vor acht Jahren von einem Sporttaucher gemachte Fund erst, wenn er geborgen wird. So oder so - eine Sensation ist er schon heute.
Im XXP-Studio diskutiert Moderator Matthias Ziemann mit SPIEGEL-Reporter Clemens Höges und den SPIEGEL TV-Redakteuren Marc Brasse und Karl Vandenhole über das rätselhafte Wrack in der Bucht Nombre de Dios vor Panama.
Clemens Höges, DER SPIEGEL Der 42-jährige SPIEGEL-Ressortleiter recherchierte anderthalb Jahre mit seinem Kollegen Klaus Brinkbäumer, 37, und den SPIEGEL TV-Redakteuren Marc Brasse, 39, und Karl Vandenhole, 43, unter und über Wasser. Mit jeder Expedition, die von renommierten US-Unterwasserarchäologen, Columbus-Experten aus Sevilla und einem Kieler Isotopen-Physiker begleitet wurde, gab es mehr Hinweise, dass das gefundene Schiff die "Vizcaína" sein könnte. Ab heute im Handel erhältlich ist das SPIEGEL-Buch von Brinkbäumer und Höges: "Die letzte Reise - der Fall Christoph Columbus" (DVA; 19,90 Euro).
Außerdem im Studio:
Marc Brasse, SPIEGEL TV
Karl Vandenhole, SPIEGEL TV
Moderation
Matthias Ziemann, Geschäftsf. Redakteur, SPIEGEL TV