Bill Clinton Meine Geschichte
Auch Jahre nach seinem Abtreten ist der ehemalige US-Präsident Bill Clinton eine schillernde Figur. In den USA wird der Vorgänger von George W. Bush noch immer geliebt wie gehasst. Nun reist er durchs Land, um seine Memoiren zu verkaufen. Die Demokraten erhoffen sich von Clinton Verstärkung für ihren Wahlkampf.
Über die Entstehung seines Buches sagt er: "Ich habe daran mehr als zweieinhalb Jahre gearbeitet. Und die ganze Zeit über hatte ich nie so etwas wie eine Schreibblockade." Der Ex-Präsident kritisiert die religiöse Rechte in den USA, die in seinem Nachfolger Bush einen Schutzpatron findet. "Als ob die Bibel die politische Richtung diktieren würde."
Im XXP-Studio diskutiert Moderator Matthias Ziemann mit Hans Hoyng, DER SPIEGEL, sowie Karsten Voigt, Koordinator für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit, und Gary Smith, Direktor der American Academy Berlin, über Bill Clinton und das "Prinzip Hope".
Sendetermin: Montag, 21. Juni, 22.50 Uhr, XXP
Gäste im Studio
Jutta Allmendinger, Direktorin des IAB
Die 47-Jährige leitet und modernisiert seit Februar 2003 das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg. Noch bis Februar 2005 ist die Professorin deshalb von ihrem Lehrstuhl für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München beurlaubt. Ihre wissenschaftlichen Vertiefungsgebiete umfassen unter anderem die soziale Ungleichheit und die Soziologie der Sozialpolitik und des Arbeitsmarktes. Über den Arbeitsmarkt der Zukunft prognostiziert die Harvard-Absolventin: "Die meisten heutigen Beschäftigten müssen sich darauf einrichten, dass sie bis ins höhere Alter arbeiten müssen." Das IAB errechnete auch, dass sich die Deutschen schon jetzt im Schnitt 39,9 Wochen dem Job widmen - mehr als ausgemacht.
Hilmar Schneider, Arbeitsmarktexperte am IZA
Als Direktor der Arbeitsmarktpolitik am Forschungsinstitut für die Zukunft der Arbeit forscht Hilmar Schneider vor allem in den folgenden Gebieten: Soziale Sicherung, Lohnpolitik und Demographie. Der studierte Sozialwissenschaftler und Volkswirt fordert im Kontext des Comeback der 40-Stunden-Woche: "So wie Siemens müssen sich auch andere Betriebe im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit den Realitäten stellen." Dadurch möglicherweise entstehenden höheren Fehlzeiten der Arbeitnehmer sieht er gelassen entgegen: "Solange die Einsparungen bei den Lohnkosten wesentlich höher liegen als die eventuell steigenden Krankheitskosten, überwiegen die Vorteile längerer Arbeitszeiten."
Außerdem im Studio:
Armin Mahler, DER SPIEGEL
Moderation
Matthias Ziemann, Geschäftsf. Redakteur, SPIEGEL TV