Bushs Triumph: Augen zu und durch - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Bushs Triumph Augen zu und durch

Was bedeutet der erneute Wahlsieg von George W. Bush für die USA und den Rest der Welt? Im XXP-Studio diskutieren Experten über Bushs Triumph und den Durchmarsch der Rechten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Freunde der USA, die nicht Anhänger des wiedergewählten Präsidenten George W. Bush sind, stehen vor einem Dilemma: Bis zum vergangenen Mittwoch konnten sie argumentieren, Amerika sei nicht so, wie es die Politik von Bush und Co. vermuten lasse. Schließlich stehe nicht einmal die Mehrheit der Wähler hinter dem Mann, der, von christlicher Mission beseelt, in Cowboy-Stiefeln die Weltbühne betrat und sein Land in einen völkerrechtswidrigen Krieg führte.

Das hat sich geändert: Bush hat jetzt ein sattes Mandat. Nun kann sich der alte und neue Präsident bedingungslos dem Aufbau einer neuen Weltordnung widmen. Doch sein Sendungsbewusstsein droht an der Realität zu scheitern. Angesichts dessen sagen sich viele Bush-Kritiker in den USA und vielen anderen Teilen der Welt: "Augen zu und durch".

Was bedeutet der erneute Wahlsieg von George W. Bush für die USA und den Rest der Welt? Im XXP-Studio diskutiert Moderator Matthias Ziemann mit Experten über Bushs Triumph und den Durchmarsch der Rechten.

Sendetermin: Montag, 8. November, 22.55 Uhr, XXP 

Gäste im Studio

Robert C. Summers, Wahlhelfer für Kerry
Robert C. Summers, 35, kam als Sohn eines Amerikaners in München zur Welt und bekam wegen der damaligen rechtlichen Situation die US-Staatsbürgerschaft. Er arbeitete als Journalist, Unternehmensberater, Taxifahrer, Chorsänger und IT-Projektleiter. Im US-Präsidentschaftswahlkampf hat sich Summers nun erstmals für eine Partei engagiert und sich der Unterstützerkampagne AOK (Americans Overseas for Kerry) angeschlossen. "Dieser Wahlkampf hat an meinem demokratischen Selbstverständnis gerüttelt. Wenn man irgendetwas tun kann, dann sollte man das auch tun. So viel Patriot bin ich dann schon", sagte er in einem Interview.

Fred B. Irwin, Präsident AmCham Germany
Fred B. Irwin wurde 1942 in New York geboren. Er ist seit 1991 Präsident der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany). Der Manager der Citibank Frankfurt ist zudem als Aufsichtsratsmitglied bei Motorola tätig. Irwin hat in den USA Wirtschaft, Geschichte und Rechtswissenschaften studiert. Nach der Wahl rechnet er mit wenig Veränderungen in der US-Wirtschaftspolitik. Bushs Hauptpriorität hingegen müsse die Versöhnung sein, sagte er im "DeutschlandRadio Berlin". " Das Land ist zersplittert. Man muss wieder zusammenkommen."

Melinda Crane, amerikanische Journalistin


außerdem im Studio:
Carolin Ehmcke, DER SPIEGEL

Moderation

Matthias Ziemann, Geschäftsführender Redakteur SPIEGEL TV


Forum

Diskutieren Sie mit Fachleuten und SPIEGEL-ONLINE-Lesern!