Drittes Reich: Die Verbrechen des Albert Speer - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Drittes Reich Die Verbrechen des Albert Speer

Er war der mächtigste Minister Hitlers und einer seiner engsten Vertrauten. Nach Krieg und Gefangenschaft präsentierte sich Albert Speer als harmloser Ex-Nazi. Im XXP-Studio diskutieren Experten darüber, wie schuldig der ehemaliger Rüstungsminister wirklich war.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im Oktober 1966 wurde Albert Speer, Hitlers einstiger Rüstungsminister, aus der Gefangenschaft entlassen. Schon kurze Zeit später hatten die Bürger der Bundesrepublik Speer in ihr Herz geschlossen: Speer bekannte sich ohne Selbstmitleid zu seiner Mitverantwortung am Holocaust und verstand es zugleich, seine Rolle im Dritten Reich als die eines unpolitischen Fachmanns darzustellen, der von den Gräuel der Nazi-Herrschaft fast nichts gewusst habe: Ein Gentleman unter Lumpen und Räubern.

Doch unter Historikern wächst die Überzeugung: Albert Speer war keineswegs der Edel-Nazi, der er gewesen sein wollte. Stattdessen hatte der angeblich unbeabsichtigt in die Verbrechen des Regimes verstrickte Speer den Holocaust systematisch mit vorangetrieben.

Im Studio diskutiert SPIEGEL TV-Redakteur Michael Kloft mit Heinrich Breloer, dem Autor und Regisseur des Films "Speer und Er", über das wahre Gesicht und die wahre Schuld von Hitlers liebstem Minister.