Dürfen Demokratien Terroristen töten? Die Moral der Rache
Das Attentat von München 1972 gilt als die Geburtsstunde des Terrorismus in der Nachkriegswelt. Steven Spielbergs Film "München" erzählt die Geschichte vom Olympia-Attentat auf israelische Sportler und von der anschließenden Jagd des Mossad nach den palästinensischen Mördern - der Aktion "Zorn Gottes". Doch er lenkt den Blick auch auf die Gegenwart, auf Amerikas Feldzug gegen den islamistischen Terror.
Attentate wie München 1972 oder New York 2001 lösen den Ruf nach gewaltiger Rache aus. Doch die Dialektik des Krieges gegen den Terror zeigt sich gerade im Irak: vergleichbar mit einer Hydra, der mehr neue Köpfe nachwachsen, als ihr abgeschlagen werden. Müssen Demokratien nicht letztendlich immer darauf hoffen, dass die Sogkraft ihres Modells stärker ist als der Kampf dagegen? Im XXP-Studio diskutieren Corinna Lampadius, SPIEGEL TV und Erich Follath, DER SPIEGEL, mit Daniel Dagan, Journalist, Dr. Rafael Seligmann, Publizist und Prof. Hans-Joachim Gießmann, Friedensforscher.
Gäste im Studio:
Daniel Dagan, israelischer Journalist und Autor zahlreicher Bücher zum Nahost-Konflikt und Terrorismus
Hans-Joachim Gießmann, stellv. Direktor des Instituts für Friedensforschung Hamburg
Rafael Seligmann, Politologe und Publizist
Erich Follath, DER SPIEGEL
Außerdem im Studio:
Moderation: Corinna Lampadius, SPIEGEL TV