Zwölf Mohammed-Karikaturen erschüttern die Welt: Der heilige Hass - DER SPIEGEL
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Zwölf Mohammed-Karikaturen erschüttern die Welt Der heilige Hass

Weltweit protestieren Muslime gegen den Abdruck der Mohammed-Karikaturen. Bei XXP diskutieren Experten über den Zusammenprall der Kulturen, den Respekt vor religiösen Tabus und das Recht auf Meinungsfreiheit.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Aufruhr bei den Muslimen in aller Welt: Weil europäische Zeitungen Karikaturen des Propheten Mohammed gedruckt hatten, bezichtigen die Gläubigen den Westen der Gotteslästerung. Botschaften werden überrannt, Fahnen brennen.

Die christlichen Kirchen im Westen haben den Kampf gegen eine ständig wachsende Gesellschaft von Gotteslästerern längst aufgegeben, der moderne Staat verfolgt Blasphemie nur noch selten. Auch wenn die Tabugrenzen weiter fortbestehen.

Im Islam allerdings löst der Spott über das Göttliche stets den Furor der Frommen aus. Insbesondere Muslime, die sich vom säkularen Westen überrundet und verachtet wähnen, verspottet wegen ihrer unabdingbaren Treue zu dem einzigen und wahren Gott - dessen Prophet Mohammed ist - reagieren darauf mit heiligem Hass. Vorige Woche erhob sich die muslimische Welt und drohte einem Westen, der ihren Propheten gelästert hatte. Der Zusammenprall der Kulturen eskaliert.

Im XXP-Studio diskutiert Cathrin Bonhoff, SPIEGEL TV, mit Achim Greser (Karikaturist), Yassin Musharbash (SPIEGEL ONLINE), Cem Özdemir (Europa-Abgeordneter der Grünen) und Aktham Suliman ("Al Jazeera"-Korrespondent in Berlin) über den Kampf um das Antlitz des Propheten.




Gäste im Studio:

Achim Greser, Karikaturist u. a. für die Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Cem Özdemir, Europa-Abgeordneter der Grünen

Aktham Suliman, "Al Jazeera"-Korrespondent in Berlin

Yassin Musharbash, SPIEGEL ONLINE

Außerdem im Studio:

Moderation: Cathrin Bonhoff, SPIEGEL TV

Sendetermin: 06.02.06, 23.20 Uhr, XXP