Kämpfe der Antike: "Der Friedhof der Gladiatoren" - DER SPIEGEL
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Kämpfe der Antike "Der Friedhof der Gladiatoren"

Es waren die blutigsten Kämpfe der Antike. Und es war eine gigantische Show. Mehr als 500 Jahre berauschte sich das römische Imperium am Todeskampf der Gladiatoren.
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Mit verschiedenen Waffen wie Dreizack, Schwert oder Eisenkugel gingen die Kontrahenten aufeinander los, bis einer von ihnen unterlag. Der Daumen des Mobs entschied, ob der Verlierer überlebte oder sterben musste. Doch wer waren die Menschen, die in den Arenen um ihr Leben kämpften? Die Entdeckung eines Gladiatoren-Friedhofs in Ephesus im Westen der heutigen Türkei ermöglicht Forschung und Wissenschaft neue Einblicke in das Leben und Sterben der menschlichen Kampfmaschinen.

Tausende Knochen wurden analysiert und geben Aufschluss über die Ernährung, aber auch über Kampfverletzungen und die medizinische Versorgung der Gladiatoren. So zeigen z.B. Studien des Wiener Anthropologen Karl Großschmidt, dass sich die Show-Kämpfer von reichlich Bohnen und Getreide ernährten, um eine dicke Fettschicht über den Muskeln aufzubauen. Wie ein zweiter Schild bot das Fett Schutz bei leichteren Verletzungen. Die echten Gladiatoren sahen demnach wohl in der Regel nicht so aus wie der junge Kirk Douglas in "Spartacus" oder Russell Crowe in "Gladiator", sondern wie übergewichtige Sumo-Ringer.