Familienbande?: Von Menschen und Affen - DER SPIEGEL
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Familienbande? Von Menschen und Affen

Die Film- und Fernsehaffen Cheetah, Charly und King Louie kennt fast jeder: Dschungelbuch und Daktari gehören zum Bildungskanon. Kein Wunder also, dass das Bild, das viele Menschen vom Affen haben, von den tierischen Stars geprägt ist.
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Und auch, wenn der Mensch nicht vom Primaten direkt abstammt, sind ihm Schimpansen und Co. doch ähnlich.

Fakt ist: Menschenaffen stehen uns biologisch näher als alle anderen Lebewesen. Mehr als 98 Prozent der menschlichen Erbsubstanz sind zumindest mit der von Schimpansen identisch.

Seit Jahren erforschen Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen die Fähigkeiten der menschlichen Verwandten - mit erstaunlichen Erkenntnissen: Menschenaffen sind intelligent, sie benutzen Werkzeuge, erkennen sich im Spiegel und verfügen deshalb möglicherweise über ein Ich-Bewusstsein. Doch so interessant Affen für den Menschen sind, so gefährlich ist der Mensch für den Affen. Denn trotz aller Bemühungen stehen Orang Utans, Gorillas und ihre Spezies ganz oben auf der Liste der bedrohten Arten.

Der SPIEGEL TV Themenabend dokumentiert den Alltag in einem Waisenhaus für Orang-Utans in Indonesiens, in dem etwa sechshundert Tiere langsam auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden. Außerdem zeigen Verhaltensforscher des Max-Planck-Instituts in Leipzig, durch welches Verhalten sich Schimpansen von Kleinkindern unterscheiden.