Mensch gegen Naturgewalt: Die Zerstörungskraft des Wassers - DER SPIEGEL
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Mensch gegen Naturgewalt Die Zerstörungskraft des Wassers

Es war nur eine Frage der Zeit. Dass die unvermeidliche Katastrophe irgendwann eintreten wird, war vielen bewusst. Wie heftig sie schließlich die Metropole im Mississippidelta trifft, schien niemand exakt vorhersehen zu können.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

„Katrina" hieß dann das Ungeheuer, das in Form eines veritablen Wolkenwirbels im vergangenen Jahr auf den Golf von Mexiko zurast. New Orleans, von ihren Bewohnern „Big Easy", die schöne Leichtlebige, genannt, versinkt in der Nacht zum 30. August 2005 in den Sturmfluten des Hurrikans.

Es bricht Chaos aus, die Dämme erweisen sich als mangelhaft, die Rettungsarbeiten beginnen nur zögerlich, die Behörden sind überfordert. Mehr als 1200 Menschen sterben, Hunderttausende werden obdachlos. Eine vorhersehbare Naturkatastrophe, deren Zerstörungskraft bei sorgfältigeren Vorbereitungen besser hätte eingedämmt werden können.

Ganz anders sieht es bei den sogenannten „Freak Waves" aus. Lange Zeit glaubten Wissenschaftler, es handele sich um Seemannsgarn, wenn Kapitäne von plötzlich aus dem Nichts auftauchenden Riesenwellen berichteten. Heute wissen die Forscher, dass es sie wirklich gibt: Monsterwellen, die sich mehr als dreißig Meter auftürmen. Immer wieder gerieten und geraten Schiffe durch diese gigantischen Wasserriesen in Seenot. Einige wurden schwer beschädigt, andere gingen unter. Weltweit versuchen Experten, dem Phänomen der Ozeane auf die Spur zu kommen.

SPIEGEL TV Thema über die Chronik eines Desasters und die unglaubliche Kraft von Monsterwellen.