Der längste Tag des Will Jimeno: Eine amerikanische Heldengeschichte - DER SPIEGEL
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Der längste Tag des Will Jimeno Eine amerikanische Heldengeschichte

Der Himmel über New York ist stahlblau und die Luft glasklar an jenem Dienstagmorgen. Will Jimeno, 33, Polizist im größten Busbahnhof der USA, dem „Port Authority Bus Terminal", hat die üblichen Scherereien: brüllende Kinder, die ihre Eltern verloren haben, Obdachlose, die betrunken in der Gosse liegen, Taschendiebe, die arglose Touristen erleichtern. Alles ist wie immer. Bis kurz vor 9 Uhr
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Bis Jimeno aus den Augenwinkeln den Schatten eines Düsenjets wahrnimmt, der im Tiefflug über Manhattan donnert. Bis Flug American 011 in den Nordturm des World Trade Centers einschlägt. Der 11. September 2001 sollte der längste Tag im Leben des Will Jimeno werden.

Wie fast alle New Yorker Cops wird Jimeno sofort zum World Trade Center beordert. Freiwillig meldet er sich, um gemeinsam mit vier Kameraden in den brennenden Turm zu gehen, Überlebende zu suchen, Verletzten zu helfen. Als der kleine Trupp in dem Gebäude ist, stürzt der erste Turm ein. Wie durch ein Wunder überlebt Jimeno. Schwerverletzt wird er am Abend des 11. September aus den Trümmern geborgen.

60 Millionen Dollar kostete die Verfilmung des Heldenepos „World Trade Center" im vergangenen Jahr. Oliver Stone inszenierte die Geschichte des Will Jimeno und seines Kollegen John McLoughlin in typischer Hollywood-Manier als Katastrophen-Thriller. SPIEGEL- TV-Autor Ralph Quinke erzählt die wahre Geschichte der beiden Polizisten.