Limitiert und exquisit Die Leidenschaft, die Luxus schafft
1993 brachten sie ihren ersten Wiesmann unters Volk, 280 km/h schnell und so aufregend geformt wie ein klassischer Roadster aus den 60er Jahren. Ein Jahr später verkauften sie drei Exemplare, im Jahr 2006 schon 70. Weil das Geld fürs Marketing fehlt, bringen die Brüder ihre mindestens 100.000 Euro teuren Geschosse mit pfiffigen Ideen an den Mann: 1993 bestach Martin Wiesmann den Portier eines Hamburger Luxushotels, um sein Auto davor abstellen zu können - drinnen wohnten Spieler und Organisatoren des Tennisturniers am Rothenbaum. Die sahen das Teil und durften damit fahren. Der erste Wagen wurde verkauft, nach und nach kamen immer mehr Käufer. SPIEGEL TV Thema zeigt, mit welcher Sorgfalt und Leidenschaft die Autos zusammengebaut werden, und wie kreativ die Brüder ihre Produkte vermarkten.
Perfektionist ist auch Dieter Burmester aus Berlin. Der Ex-Rockmusiker baut die edelsten Stereoanlagen der Welt: zurückhaltend im Design, umwerfend in der Leistung und bis zu 250.000 Euro teuer. Seine Kunden: HiFi-Enthusiasten in aller Welt, seit neuestem auch in den Ländern, die Europa mit billigster Unterhaltungselektronik versorgen: Japan, China und Korea.
SPIEGEL TV Thema hat noch andere Besessene beobachtet, die mit Leidenschaft Luxusprodukte schaffen: Den kapriziösen Modemacher Alfredo Pauly, der für betuchte Kundinnen ebenso schrille wie sündhaft teure Pelze schneidert, und den Uhrmacher Andreas Hentschel, der auf Schweizer Dachböden nach alten mechanischen Uhrwerken fahnden lässt und um sie herum in aufwändiger Handarbeit die Uhr fürs Leben fertigt.